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Taucherbrille Videobrille Liquid Image Scuba Series HD320 integrierter digitaler

229.99

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Taucherbrille / Videobrille Liquid Image Scuba Series HD320 integrierter digitaler Kamera (5 Megapixel - Sensor / möglich bis 35 Meter Tiefe)

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Idee gut - Umsetzung fragwürdig
Zunächst einmal: Die Idee, eine Kamera in eine Tauchermaske einzubauen, ist grandios. Man hat unter Wasser nicht nur die Hände frei, sondern braucht auch keinen Sucher mehr im Blick behalten, besonders interessant bei Videos. Und das ohnehin durch die Maske reduzierte Gesichtsfeld lässt sich sehr gut als Sucher "zweckentfremden". Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass man keinen Zoom hat, was wiederum die Frage aufwirft, welches Objektiv man so einer Kamera verpasst, doch dazu später. Dem Produkt "Tauchermaske mit eingebauter Kamera" prophezeie ich jedenfalls eine große Zukunft.

Wie aber sieht's mit der Umsetzung aus bei der HD320? Als reine Tauchermaske gibt's kaum etwas auszusetzen: Standardqualität, gute Passform, große Gläser mit ausreichend Sicht. Auch die gesamte Verarbeitung inkl. der Abdichtung macht einen guten Eindruck. Obwohl ich die HD320 nur bis etwa 5m getestet habe, habe ich wenig Zweifel, dass die versprochene Dichtheit bis zu 40m erreicht wird.

Auch die Bedienung ist denkbar einfach: Zwei Taster rechts oben an der Maske, der eine zum Ein/Ausschalten bzw Umschalten zwischen Foto- und Videomodus. Der andere ist Auslöser(Foto) bzw Start/stop(Video).

Auch die Tatsache, dass die HD320 mit normalen Rundzellen (4xAAA) betrieben wird, sehe ich nicht als Nachteil - man braucht allerdings gute Akkus und ein vernünftiges Ladegerät.

Nun aber zu dem Thema, das dafür gesorgt hat, dass ich die HD320 wieder zurückgesendet habe: zur Bildqualität. Die ist zunächst mal eigentlich gar nicht so übel, wenn man sich über die bei Unterwasserkameras wegen der superkleinen Objektive üblichen Lichtschwäche im klaren ist. Der Kasus knacktus ist in dem Fall das Objektiv. Es hat 52Grad Öffnungswinkel, und Fixfocus 0,5-3m. Das heißt einerseits, dass nur ein Ausschnitt des Masken-Gesichtsfeldes aufgenommen wird, und andererseits, dass alles, was weiter weg ist als 50cm zunehmend verschwimmt. Schon ein Foto aus 3m Entfernung ist total "verwaschen". Ein solches Objektiv bräuchte ganz klar einen Autofocus.

Der Hersteller will das gleiche Modell noch einmal mit einem anderen Objektiv herausbringen: 135Grad, Fixfocus 1m bis unendlich. Das ist für eine Fixfocus-Kamera wesentlich besser geeignet, hat aber halt den Nachteil, dass man nicht näher als 1m an Objekte herangehen kann.

Fazit: die derzeitige Umsetzung ist fragwürdig. Ein solches Objektiv ohne Autofocus geht im Prinzip nicht. Wer es nur auf Videos mit Erinnerungwert abgesehen hat, wird evtl zufrieden sein, Fotos allerdings kann man damit praktisch vergessen. Bin gespannt auf das Weitwinkelmodell.